2011
Katamarangau Brombachsee
Bericht und Ergebnisliste der Ranglistenregatte am 30.4. und 1.5.11 am Brombachsee (WSGR)
Windfinder-Prognose 4 mit 5-Beaufort-Böen aus O für Freitag und Samstag. Die beiden Hennigs, Matthias Diez, Hermann Ramisch und ich testen am Donnerstag die Verhältnisse. Ergebnis: Starke Böen, besonders in der S-O-Ecke des schönen Brombachsees führen dazu, daß sich 3 Masten flach aufs Wasser legen. Matthias versucht es mit Mittelzug wie Glenn und merkt, daß das Fieren verzögert wird.
Am Samstag ziehen es wegen des ruppigen Windes etliche vor, an Land zu bleiben. Die drei Segler vom Baggersee Biblis fürchten kein Atomkraftwerk, aber 5er-Böen. Hermann hatte seiner Gisela (alias M...) versprochen bei Sturmwarnung nicht zu segeln, hält sich sogar daran und schickt eine SMS: "Melde gehorsamst ..." oder so ähnlich.
Georg Reutter - heiß auf Ranglistenplatz 1 (2011) - läßt sich vom Schauerbericht seiner Frau Andrea nicht abhalten. Er hat sie zum Recherchieren mit dem Kanu auf den See geschickt. An dieser Stelle sei Andrea einmal öffentlich dafür gedankt, daß sie unermüdlich den Seglern beim Auslaufen und der Rückkehr hilft und dabei auch kein kaltes Wasser scheut. Super!
Auch die Wettkampfleitung (Herbert Vyhnal) läßt sich nicht schrecken; dabei hätte sie allen Grund, bei Wind an Land zu bleiben, benutzen sie doch das kleinste Startschiff aller Zeiten (s. Bild). Die Nußschale mit einer Besatzung, die gewichtsmäßig gut über den Winter gekommen zu sein scheint, tanzt bedenklich auf den Wellen.
Matthias gewinnt Lauf 1 vor Georg. Die Wettkampfleitung ist danach hin und her gerissen als ein dunkelgrauer Himmel über dem östlichen Wald auftaucht. Starten oder Flucht, das ist hier die Frage. Ich selbst entscheide mich für´s Land, ebenso der Lokalmatador Jürgen Minnameier, der den See schon von seiner brutalen Seite her kennengelernt hat.
Der startende Rest schafft nur eine Runde, dann heißt es "Rette sich, wer kann". Aber ganz so schlimm kommt es doch nicht und nur kurz. An Land werden die Boote aufgeräumt, vertäut und manche sogar mit der Persenning abgedeckt.
Kaum sind die Boote so versorgt, ertönt das gasbetriebene Signal "Auslaufen". Im Nachhinein die richtige Entscheidung. Noch zwei schöne Läufe bei gutem Wind und erträglichen Böen.
An Land dann die Überraschung: Bis auf 4 werden alle Segler mit DNF bestraft, denn der Führende hat das Zählen vergessen und getreu dem menschlichen Phänomen des Herdentriebes segeln fast alle ihm nach durch´s Ziel. Die Folge nach drei Läufen: Platz 1 für mich und ich werde am Abend mit großem Hallo als Leader begrüßt, wohl wissend, daß das nur eine Nacht gelten wird. Mein nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag, am Sonntag nicht mehr zu starten, will niemand verwirklicht sehen.
Auch am Tag des Herrn paßt der Windfinder-Wetterbericht: 2-3 Beaufort aus O bis NO. Auslauf 9.30 Uhr mit eigenem Start der 15 A-Cats. Eine erfreuliche Neuerung gegenüber den Vorjahren, wo die F18 uns behinderten. Matthias zeigt eindrücklich - trotz schmerzender Schulter von einer Kenterung am Freitag - weshalb er die Rangliste 2010 anführte. Mit einem Vorsprung von 4 min. bzw. 1 min verweist er den in Cesenatico glänzenden Georg Reutter in die Schranken.
Wie immer wurden wir unter Leitung von Doris Minnameier mit Frühstück und Abendessen, sowie Kuchen gut versorgt.
Ergebnisliste A-Cat nach 5 Läufen
1 Georg Reutter, 2 Roland Hennig, 3 Matthias Diez, 4 Eckhard Michaelis, 5 Florian Hennig, 6 Alexander Maier, 7 Michelangelo Hestermann, 8 Michael Thias, 9 Georg Merkl, 10 Jürgen Minnameier, 11 Hermann Ramisch, 12 Kai Schmid, 13 Holger Kreß, 14 Heinz Müller, 15 Bernd Heymann.
Bericht Ammercat
ammercat-2011.docx [12 KB]
Bericht Achensee
achensee-2011.doc [24 KB]
Bericht Alpencup
alpencup-2011.doc [28 KB]
Italienische Meisterschaft Maccagno
im_maccagno_2011.pdf [500 KB]
ergebnisliste_im_maccagno_2011.pdf [46 KB]
Oktoberfest Regatta Breitbrunn
10 jähriges Jubiläum für die Oktoberfestregatta in Breitbrunn mit viel Tradition und einigen Überraschungen
Vom 1. bis 2. Oktober fand wieder die Oktoberfestregatta in Breitbrunn statt. Mit internationaler Beteiligung, Pier aus Italien und Micky aus Spanien, hatten sich 25 Segler gemeldet. Manche kamen aber zu spät (Matthias) und manche reisten schon frühzeitig ab (Axel). Und 3 fehlten ganz, so dass zu guter letzt 20 Teilnehmer an den Start gingen.
Die erste Überraschung servierte uns Heinz, indem er als erster um die Luvtonne ging. Die zweite Überraschung war für mich meine Führung an der Leetonne, die ich leider an der Kreuz nicht halten konnte. Bei Nordost war ich führend weit unter Land gefahren, kam aber nicht mehr gut zurück. An der Luvtonne übernahm dann Georg die Führung. Trotz der leichten Winde schaffte es Bob vorwinds einen Tick schneller zu sein wie Georg und konnte in am Leefass mit einem eleganten und schnellen Leebogen aussegeln und sich vor Ihn setzen.
Heinz konnte sich auf dem 3. Platz bis ins Ziel halten. Eine Super Leistung mit einem fast 20 Jahre alten Schiff! Um die Plätze 4 – 6 kämpften Helmut, Micky und ich. Micky ging zwar vor mir um die Tonne fuhr aber einen zu großen Bogen, so dass ich mich leicht in Luv positionieren konnte. In dieser Konstellation konnte ich Ihn bis über den Anlieger zum Zielschiff kontrollieren und dann vor Ihm ins Ziel fahren. Seine Flüche in Englisch habe ich gottseidank nicht alle verstanden. Helmut aber nutzte unseren Fight und wurde knapp zuvor vierter.
Die Wettfahrt fand bei zu wenig, aber weitgehend konstantem Wind statt, Günther schaffte es mal wieder die einzige Chance des Tages zu nützen. Bei dieser Wettfahrt sollte es dann auch bleiben, da der Wind sich auch am Sonntag nicht wieder nennenswert bemerkbar machen konnte.
Abends gab es dann einen köstlichen Schweinebraten mit Knödel und Krautsalat, so dass auch der inzwischen eingetroffene Matthias noch etwas von der Veranstaltung mitnehmen konnte.
Viele Überraschungen gab es auch bei einem Probewiegen der Boote. Heinz fast 20 Jahre alter Toy wog 76 Kilo. Aber Peter Egner kann es inzwischen noch besser, die Boote von Walter und Hermann waren bis zu 5 kg zu leicht. Nicht auszudenken, wenn Sie so bei der Deutschen gesegelt wären. Eine Stichkontrolle des Gewichts hätte die sichere Disqualifikation bedeutet.
Keine Überraschung war die professionelle Organisation und die freundliche und familäre Gastfreundschaft. Alle waren sich einig auch im kommenden Jahr wieder zu kommen.
Nochmals herzlichen Dank an alle Beteiligten vom Segelclub Breibrunn.
GER 55
Udo Reutter
1. Baier Bob SCFF GER- 14
2. Reutter Georg TSVH GER- 56
3. Müller Heinz SVBib GER- 2000
4. Stumhofer Helmut SCC GER- 76
5. Reutter Udo SGUE GER- 55
6. Todd Micky ESP- 2007
7. Bohrer Rainer TSVU GER- 96
8. Ramisch Hermann SVBb GER- 600
9. Hestermann Michelangelo GER- 18
10. Maier Bernd TSVH GER- 568
11. Bauer Norbert TSVH GER- 548
12. von Selzam Ekkehart ASC GER- 95
13. Buchner Friedrich WSGHa GER- 607
14. Lederle Walter SVBb GER- 80
15. WachtmeisterGeorg SCC GER- 112
16. Michaelis Eckhart SGU GER- 60
17. Riches Pier ITA- 77
18. Liegmann Lothar WSGHa GER- 616
19. Brütting Klaus SVBb GER- 97
20. Bosch Rudolf SGA GER- 951
IDB Ammersee
internationale-deutsche-bestenermittlung.pdf [30 KB]